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'''Anisé(e)''' ist der aus dem Französischen stammende Oberbegriff für Spirituosen mit Anisaroma. Der Begriff bedeutet so viel wie ?mit Anis (Geschmack) versetzt?. Er umfasst sowohl ungezuckerte Spirituosen als auch Liköre. Sie stammen alle aus dem Mittelmeerraum. Anisés werden pur oder mit Wasser verdünnt getrunken, wobei der Louche-Effekt auftritt, oder zum Mixen von Cocktails verwendet. Das Anisaroma wird durch Zugabe von echtem Anis oder dem billigeren Sternanis erzielt.

Brände

Stellvertretend z.?B.

die in ihrer Region jeweils eine eigene Unterkategorie darstellen.

Der französische Pernod wird im Vergleich zum Pastis mit destillierten Pflanzenauszügen hergestellt.

Liköre

Anisliköre (in Frankreich auch Anisettes genannt) werden in der Regel mit hochprozentigen Spirituosen wie zum Beispiel Obstbrand oder Kornbrand hergestellt. Dazu kommt ein hoher Anteil Zucker, Gewürze wie Zimt sowie zerstoßene Anissamen. In Deutschland ist beispielsweise der italienische Sambuca als Verdauungsschnaps bekannt.

Besonders in Spanien sind Anisliköre, die dort als ?Anisados? bezeichnet werden, als Aperitif beliebt und werden vor allem verdünnt mit Wasser getrunken. Anisados werden süß (?dulce?) und trocken (?seco?) angeboten. Beispiele sind Hierbas und Pacharán.

Quellen

  • des Rates vom 29. Mai 1989 zur Festlegung der allgemeinen Regeln für die Begriffsbestimmung, Bezeichnung und Aufmachung von Spirituosen